Glossar



Burnout


...bezeichnet einen Zustand seelisch-körperlicher Erschöpfung. Die psychischen und körperlichen Symptome können dabei ein Ausmaß annehmen, das die Kriterien für eine psychische Störung erfüllt, zum Beispiel für eine Depression. Burnout entwickelt sich schleichend. Meist geht eine anhaltende schlechte Passung zwischen den Leistungsanforderungen in der Umwelt (oder auch den eigenen Leistungsansprüchen) und den eigenen Bedürfnissen voraus, die die Betroffenen trotz Intensivierung ihrer Anstrengungen nicht bewältigen.



Kognitive Verhaltenstherapie


...ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren. Ihre Methoden basieren auf Erkenntnissen der psychologischen Forschung und sind in teils aufwendigen und umfassenden Studien wiederholt überprüft und als wirksam befunden worden. Die anderen beiden Therapieverfahren, die im deutschen Gesundheitssystem zugelassen sind, sind die Psychoanalyse und die tiefenpsychologisch fundierte Therapie. Beide Verfahren gehen auf das Werk Sigmund Freuds zurück und sind in Deutschland weniger häufig anzutreffen als die kognitive Verhaltenstherapie.
Zur weiteren Information über die in Deutschland zugelassenen Psychotherapieverfahren empfehlen wir die Broschüre Wege zur Psychotherapie der Bundespsychotherapeutenkammer.



Prognosen


...sind Schätzungen hinsichtlich des Krankheitsverlaufs und beschäftigen sich auch mit der Frage, inwieweit eine spezifische Behandlung Einfluss auf den Verlauf der Krankheit nehmen kann, um eine Reduktion von Symptomen bzw. Heilung zu erreichen.



Psychische Störungen


...können sich in psychischen und körperlichen Symptomen sowie in zwischenmenschlichen Störungen äußern. Bei den meisten psychischen Störungen haben die Betroffenen einen erheblichen Leidensdruck. Es gelingt ihnen nur noch mit Mühe (teilweise auch gar nicht), die alltäglichen Herausforderungen zu bewältigen und sich angemessen für ihre Interessen und Bedürfnisse einzusetzen. Beeinträchtigungen und Symptome sind auf allen Ebenen des menschlichen Erlebens und Verhaltens zu beobachten: im Denken, im Fühlen, im Verhalten sowie auf körperlicher Ebene.



Psychologische Psychotherapeuten


...sind seit dem Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) im Jahr 1999 eine gesetzlich verankerte Berufsgruppe. Demnach müssen neu zugelassene Psychotherapeuten ein fünf- bis siebenjähriges Studium der Psychologie an einer Universität mit Diplom oder Master, sowie eine staatlich anerkannte drei- bis fünfjährige Ausbildung in einem der drei staatlich anerkannten Psychotherapieverfahren abgeschlossen haben.



Psychopharmaka


...sind innerhalb der Pharmakologie eine relativ junge Gruppe von Medikamenten, die direkten Einfluß auf die neurochemischen Prozesse im Nervensystem und damit auf die Psyche nehmen. Da sie teilweise mit erheblichen Nebenwirkungen, unbekannten Langzeitfolgen und körperlicher Abhängigkeit einhergehen können, sollten sie nur unter strikter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden. Bei manchen psychischen Störungen ist eine psychopharmakologische Mitbehandlung unerlässlich. Die Verschreibung erfolgt in der Regel durch den Hausarzt oder Facharzt (z.B.: Psychiater). In vielen Fällen kooperieren Facharzt und Psychotherapeut miteinander, um den Heilungserfolg zu maximieren.